Keine Brühler Punkte in der Cup-Hauptprobe

Die 1. Mannschaft kehrte von der Cup-Hauptprobe auswärts beim Tabellenführer Kriens mit einer 3:1 (2:1)-Niederlage und damit ohne Punktezuwachs in die Ostschweiz zurück. Die besten Momente verzeichneten die St. Galler vor dem ersten Gegentreffer, als sie die Gangart mehrheitlich bestimmten. Die Tore erzielten Sulejmani mit einem Doppelpack und Wiget für die Innerschweizer, den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Brühler erzielte Sabanovic.

Die St. Galler starteten gut in die Begegnung, zeigten sich aggressiv, gut organisiert und sehr präsent in den Zweikämpfen. So verfügten sie zu Beginn über mehr Ballbesitz, kamen durch Riedle nach 7 Minuten nach einem feinen Durchspiel über Rafhinha und Huber auch zur ersten kapitalen Torchance, die Osigwe letztlich vereitelte. Der auf dem schwierig bespielbaren Terrain so wichtige Führungstreffer gelang dann allerdings den Kriensern, eigentlich mit ihrer ersten Möglichkeit: nach einer Ecke kamen sie im Fünfer gleich dreimal dazu, den Ball mit dem Kopf weiterzuleiten, ehe Sulejmani bloss noch einzunicken brauchte (29.). Bloss zehn Minuten später glichen die St. Galler aus, als sich Riedle über rechts durchsetzte und Sabanovic seine Hereingabe zum 1:1 veredelte. Die Freude war von kurzer Dauer, denn kurz vor dem Wechsel lagen die Kronen wieder im Hintertreffen: zwar ging dem Tor von Sulejmani ein nicht geahndetes Handspiel voraus, ehe der Krienser Mittelstürmer den Ball unter die Latte hämmerte – so lagen die St. Galler nach mindestens ausgeglichen gestaltetem Spiel bereits wieder in Rücklage.

Packende Impressionen fotografiert von «Knipsi» Kurt Frischknecht

Krienser Torjubel in besten Momenten

Nur Minuten nach dem Seitenwechsel mussten die Brühler den nächsten Tiefschlag einstecken: Wiget übernahm einen Ball nach einem Krienser Pfostenschuss aus vollem Lauf und traf zum 3:1 ins Brühler Gehäuse. Die Zweitore-Führung kam den Zentralschweizern natürlich entgegen – die Kronen mussten mehr riskieren, um nochmals ins Spiel zurückzufinden. Dies öffnete den konterstarken Einheimischen die Räume über die Seiten – das schnelle Umschalten nach Balleroberungen gelang ihnen mehrmals hervorragend. So standen sie einem vierten Torerfolg einige Male nahe, während die Brühler verzweifelt den Anschlusstreffer anstrebten. Rafhinha und Huber kamen zwar nochmals zu guten Abschlüssen, Osigwe zeigte sich aber auf dem Posten, auch als er einen Huber-Knaller aus dem Lattenkreuz fischen musste. Die letzte Chance verpassten die St. Galler in der Nachspielzeit, als Sabanovic mit einem Kopfball bloss die Latte traf und Huber mit dem Nachschuss an einem Verteidigerbein scheiterte.

So blieb es beim letztlich gewiss verdienten Heimsieg für die Zentralschweizer – einmal in Führung waren sie mit ihrem starken Umschaltspiel schwierig zu bremsen. Die Brühler müssen die Anzahl Gegentreffer wieder deutlich reduzieren, um Erfolge einfahren zu können – die Chance auf die Revanche an gleicher Spielstätte kommt im Cup-Achtelfinale am Mittwoch-Abend vom 26. Oktober 2016.

Bereits am nächsten Samstag empfangen die St. Galler vor eigenem Publikum den SC Cham zum Direktduell – von daher sind es die Innerschweizer Wochen, die den Liga-Alltag der Brühler zurzeit prägen.

Henri Seitter / ub

SC Kriens – SC Brühl 3:1 (2:1)

Stadion Kleinfeld – 500 Zuschauer – SR: Huber

Tore: 29. Sulejmani 1:0, 39. Sabanovic (Riedle) 1:1, 41. Sulejmani (Bühler) 2:1, 49. Wiget 3:1

SC Kriens: Osigwe; Hasanaj, Fäh, Fanger, Kablan; Allou (73. Weber), Wiget, Bürgisser; Bühler (83. Da Costa), Sulejmani (61. Thali), Siegrist

SC Brühl: Lazraj; Senn (60. Lanzendorfer), Jakupovic, Átila, Banoglu; Franin (85. Pontes), Panella (66. Scherrer); Huber, Riedle, Rafhinha; Sabanovic.

Bemerkungen: Kriens ohne Fischer und Bajrami (beide verletzt), Drmic und Kehrer (beide abwesend), Brühl ohne Bushati, Giger, Nguyen (alle verletzt), Celebi (gesperrt), Gaye (abwesend) – Gelbe Karten gegen Banoglu (44., Foul), Franin (77., Foul), Weber (78., Foul)

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