Eine Herzensangelegenheit

Beim SC Brühl gibt es viele stille Helden, die ohne im Rampenlicht zu stehen, den Verein unterstützen. Einer von ihnen ist Luigi Micucci. Warum opfert er dem Fussball so viel Freizeit?

Manchmal hätte er Lust, den Bettel hinzuschmeissen. Wenn es mal wieder nicht so läuft, wie er sich das wünscht. Wenn die Kommunikation hapert oder wenn nicht genügend Spieler zur Verfügung stehen. Aber Luigi Micucci macht auch in der neuen Saison weiter. Zum Glück für den Verein, zum Glück für die Junioren.

Diese sind es auch, die ihm am Herzen liegen. „Ich will nicht, dass die Kinder auf der Strasse rumhängen.“ Deshalb engagiert er sich seit fünf Jahren als Trainer beim SC Brühl. Er ist nicht in einer Leistungsmannschaft tätig, wo es Titel zu holen gibt, sondern im Breitenfussball. Hier ist es seine Befriedigung, wenn er den Spielern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten kann oder der ein oder andere dank der guten Ausbildung den Sprung in die C Coca-Cola League-Mannschaft schafft.

Eigentlich war Luigi Micucci für die C-Promotion-Mannschaft verantwortlich. Seit dem Winter kümmert er sich auch noch um das C2. Ein riesiger Aufwand. Nicht nur während der Trainings ist seiner Präsenz erforderlich. Woche für Woche investiert er auch für die Spiele den ganzen Samstag. Aber: „Ich mache das mit Leib und Seele“, sagt er. Für die neue Saison hat er ein neues System angeregt. Neu werden die Mannschaften nach Jahrgängen zusammengestellt. In der C-Promotion spielt der ältere Jahrgang, im C2 der jüngere. Die Leistungsmannschaft, das CCL-Team, bleibt altersdurchmischt. Dort spielen die besten Talente.

Micucci ist überzeugt, dass mit dem neuen System, die Ausbildung verbessert werden kann. Zum Beispiel, weil die Jüngeren nun in den Spielen nicht mehr hinter den Älteren, die körperlich in der Regel bereits einen Schritt weiter sind, anstehen müssten. Er wird in der neuen Saison das C2 trainieren, Andy und Regina Postiglione das C-Promo- und Marco De Grassi das CCL-Team. „Das wird gut“, freut sich Micucci schon jetzt und verströmt während seiner Ausführungen viel Enthusiasmus. Dabei wird einmal mehr klar: Beim SCB wird auch abseits des Rampenlichts mit viel Herzblut gearbeitet.