Unsere C-Meister behaupten die Tabellenspitze

Zweiter gegen erster, Romanshorn gegen Brühl, das war die Paarung vom Samstag, 1. Oktober. Die Brühler Junioren wussten, dass sie ein schwieriger Gegner erwarten würde; sie wussten, dass sie eine Niederlage wohl den Meistertitel kosten würde. Doch sie bestanden: 4:3 hiess es am Schluss aus Brühler Sicht, in einem Spiel des Auf und Ab, berichtet Trainer MDG.

SC Brühl gegen Romanshorn. Dieses Duell ist zwischen den Jahrgängen 01 bis 03 seit Jahren ein Klassiker und oftmals spielten diese beiden Teams um den Titel. Auch dieses Jahr sollte es nicht anders sein. Vor diesem Spiel waren der FC Romanshorn und wir noch ohne Punktverlust nach sechs Partien in der Saison. Romanshorn überzeugte in diesem Jahr vor allem mit einer unglaublichen Offensive, welche in sechs Spielen 44 Tore erzielt hat. In der Torschützenliste sind die ersten drei Plätze von ihren Spielern belegt und somit wussten wir von Beginn weg, dass man dieser Mannschaft nicht zu viele Chancen erlauben sollte.

1. Halbzeit: Ein Raketenstart, der schnell verpufft
Mein Trainerkollege Dario Luccardi und ich haben uns im Vorfeld dieses Spiels lange unterhalten. Um den ersten Platz in der Tabelle behalten zu können, würde uns ein Unentschieden reichen. Angesichts der starken Offensive der Romanshorner überlegten wir uns, die Defensive zu verstärken und auf Konter zu spielen. Doch wir entschieden uns dagegen und setzten noch einen nach. Wir wählten die vier offensiv gefährlichsten Spieler und stellten alle in die Startformation. Wir wollten dem Gegner vermitteln: Liebe Romanshorner, bevor ihr uns attackiert, müsst ihr euch um eure Defensive kümmern. Gesagt, getan. Wir starteten enorm offensiv, zogen ein hohes Pressing auf und setzten den Gegner in den ersten Minuten unter Druck. Das klappte ganz gut, denn Romanshorn schien diese Spielweise völlig zu überraschen. Wir gingen auch nach 7 Minuten in Führung, dank einer schönen Vorlage von Mirko und toller Direktabnahme von Jonathan. Es schien so, als hätten wir alles im Griff. Doch nach einer Standartsituation in der 12. Minute, kam ihre Nummer 10 vom Strafraumrand völlig alleine zum Abschluss. Ein riesen Hammer unter die Latte liess Torhüter Deivid keine Chance. Nach diesem Tor verloren wir ein wenig den Faden und Romanshorn kam nach einem weiteren Weitschusstreffer der Nummer 10 zur 2:1 Führung. Nach diesem Treffer versuchten wir uns wieder wach zu rütteln und nach einer schönen Vorlage von Edmir, liess Jonathan den Torhüter stehen und von einem spitzen Winkel verwandelte er zum 2:2 Ausgleich. Wir dachten somit, wieder im Spiel zu sein, doch nur einige Minuten später kassierten wir wieder nach einer Standartsituation ein Tor und so gingen wir mit einem 3:2 Rückstand in die Pause.

2. Halbzeit: Der Klassiker hält, was er verspricht
In der Halbzeitpause war uns klar, dieses Spiel können wir gewinnen. Mit mehr Aufmerksamkeit bei stehenden Bällen und dank unserer technischen Fähigkeiten im Angriff, können wir das Spiel noch drehen. Mit dieser Überzeugung traten wir die zweite Halbzeit an und spielten während 15 Minuten in der gegnerischen Platzhälfte. Obwohl sich Romanshorn zu diesem Zeitpunkt ein wenig zurückzog, war immer mit einem gefährlichen Gegenangriff zu rechnen, da die beiden Stürmer jederzeit brandgefährlich werden konnten. Unser Druck zahlte sich aus und so kamen wir nach einem schön getretenen Eckball von Edmir und dem perfekten Kopfball von Gentrid zum 3:3 Ausgleich. Doch wir wollten uns damit nicht zufrieden geben und tatsächlich erzielten wir nach einer tollen Kombination zwischen Albinot und Edmir den Führungstreffen zum 4:3. Die verbleibenden 20 Minuten wurden wie erwartet zu einer Tortur. Romanshorn drückte nun nach vorne und wir mussten uns mit allen Mitteln verteidigen. Auch ein Foul war nötig, um eine gute Torchance von Romanshorn zu verhindern. Und so kassierten wir 8 Minuten vor Schluss noch eine gelbe Karte und mussten zu zehnt die Angriffe von Romanshorn abwehren. Die Jungs hielten stand und so konnten wir diesen Krimi für uns entscheiden.

An dieser Stelle ist noch eines zu erwähnen. Dario Luccardi Assistent seit Anfang 2016 ist so eine Art Glücksbringer. Wir haben mit ihm nicht nur einen absolut kompetenten Trainer erhalten, sondern er scheint das Wort Niederlage oder Punktverlust komplett aus unserem Wortschatz gestrichen zu haben. Seit er Trainer des SC Brühl ist, haben wir eine Bilanz von 18 Siegen aus 18 Spielen. Jede Serie reisst früher oder später. Und genau darum gilt es schon ab morgen wieder, ab an die Arbeit wir haben noch viel zu lernen. Marco De Grassi

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