20. Januar 2025

Ein (nicht so) tolles Futsal-Fest in Mörschwil

Am Sonntag waren die Brühler Frauen die Ausrichterinnen der aktuellen Runde in der Swiss Futsal Women League. Der SCB organisierte eine Top-Veranstaltung in der Seeblickhalle in Mörschwil, mit einem Töggeli-Turnier als Rahmenprogramm. Im Spiel der SCB-Frauen gab es dann aber nach einem starken Start gegen die Lions, die gerne als bestes Futsal-Team der Schweiz bezeichnet werden, eine bittere 1:9-Niederlage. Der Trainer berichtet:

 

Nach dem historischen Sieg gegen Mobulu und dem Einzug ins Halbfinale des Pokals kehrten wir zurück zur Meisterschaft und empfingen zu Hause die Mannschaft, die von vielen als das beste Futsal-Team der Schweiz angesehen wird: die Lions. Uns war bewusst, dass es ein schwieriges Spiel werden würde, doch wir gingen motiviert und entschlossen ins Spiel, um die 3 Punkte zu kämpfen.

Erste Halbzeit
Die Lions starteten das Spiel mit einer sehr intensiven und druckvollen Spielweise und dominierten von der ersten Sekunde an den Ballbesitz. Mit zunehmender Spielzeit gelang es uns jedoch, das Spiel auszugleichen und durch Sina in Führung zu gehen. Nach einer hartnäckigen Balleroberung verwandelte sie zum 1:0.
Daraufhin erhöhten die Lions den Druck noch weiter und glichen fünf Minuten vor der Halbzeitpause nach einem Defensivfehler unsererseits zum 1:1 aus. Trotz dieses Rückschlags blieben wir fokussiert und schafften es, einige gute Torchancen zu kreieren.
Leider erzielte die Spielerin mit der Nummer 14 der Lions 15 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit mit einer grossartigen Einzelaktion ein wunderschönes Tor, wodurch wir mit einem 1:2-Rückstand in die Pause gingen. Besonders hervorzuheben ist die überragende Leistung unserer Torhüterin in der ersten Halbzeit.

 

Zweite Halbzeit
Wir gingen mit dem Willen in die zweite Halbzeit, zumindest einen Punkt mitzunehmen. Doch unsere mangelnde Erfahrung und die angesammelte Erschöpfung machten sich bemerkbar. Die Lions zeigten ihre ganze Klasse, dominierten das Spiel und erzielten Tore durch gut herausgespielte Aktionen, oft mit Abschlüssen am zweiten Pfosten.
Dennoch konnten wir gelegentlich gefährlich werden und zeigten in einigen Momenten viel Qualität bei unseren Offensivaktionen.
Fazit
Die Tapferkeit unserer Spielerinnen in der ersten Halbzeit verdient Anerkennung, ebenso wie die Lehren, die wir aus der zweiten Halbzeit ziehen müssen. Es wurde deutlich, dass uns in einigen Situationen noch die Ruhe und Erfahrung im Futsal fehlen, vor allem im Umgang mit dem Ball und bei Entscheidungsfindungen.
Dennoch ist klar erkennbar, dass die Mannschaft grosse Fortschritte macht und Brühl gekommen ist, um zu bleiben und Geschichte im Schweizer Futsal zu schreiben.
Ein grosses Dankeschön an die über 100/150 Zuschauer, die uns in der Halle unterstützt haben! Gemeinsam sind wir stärker.
Francisco Ricardo Ferreira De Sousa Carvalho