Starke Brühler reisen nach Cham

Willi Pizzi

Die erste Mannschaft des SC Brühl fährt am Samstag zum Auswärtsspiel nach Cham. Sie tritt dabei mit viel Selbstbewusstsein an, hat sie doch in den letzten zwei Spielen, obwohl massiv ersatzgeschwächt, gegen starke U21-Teams starke Leistungen gezeigt. Vor zwei Wochen in Sion musste sie zwar noch ohne Punkte die Heimreise antreten, letzte Woche im PGS gegen Basel jedoch resultierte ein 3:1-Sieg gegen die technisch versierten Talente aus Basel, ein verdienter Sieg nach einem hochklassigen Spiel.

Nun steht Brühl mit 17 Punkten aus neun Spielen auf dem zweiten Platz, und an Aufstieg denkt man bei den Kronen zurzeit nur deshalb nicht, weil noch ein Treppchen höher Yverdon steht, das mit 25 Punkten aus neun Spielen (bis jetzt) an allen vorbeizieht. Yverdon kommt dann übrigens am 19. Oktober zum Olma-Spiel ins PGS.

Jetzt aber Cham, auswärts. Die Zuger haben noch nicht überzeugt in der neuen Saison und liegen mit zehn Punkten auf dem zwölften Platz. Mit Admir Seferagic haben sie aber soeben einen starken Mittelstürmer verpflichtet, der bis im Sommer bei Kriens in der Challenge League spielte und dann zu YF Juventus wechselte. Seferagic wird gegen Brühl erstmals spielberechtigt sein.

Bei Brühl schmilzt die lange Liste der Abwesenden. Mittelfeldstratege Alessandro Riedle ist wieder fit und auch Tormaschine Nico Abegglen, der einen Monat an einer Zerrung litt, sollte gegen Cham zu einem Teileinsatz kommen. Weiterhin verletzt fehlen werden Spieler wie Loris Pellegatta oder Dennis Vanin. Ebenfalls fehlen wird Abwehrchef Atila, der seine vierte Gelbsperre absitzen muss. Anwesend und dennoch abwesend ist in Cham der Brühler Trainer Heris Stefanachi. Er erhielt im letzten Spiel gegen Basel die Rote Karte wegen Reklamierens und wird deshalb in Cham auf der Tribüne Platz nehmen mit dem obligaten Kotaktverbot zur Mannschaft. Heisssporn Stefanachi hat bereits die zweite Rote Karte, seit er letzten November zu Brühl kam. Er schafft es offenbar nicht nur, sein Team so richtig heiss zu machen, sondern immer wieder auch die Spielleiter.

Das Spiel startet am Samstag um 16 Uhr im Eizmoos in Cham.

Nicht nur die Spieler macht er heiss, manchmal auch die Schiris, so wie hier gegen Basel. Jetzt sitzt Stefanachi gegen Cham auf der Tribüne.