Die YLA holt sensationell den Titel

Die Ausgangslage vor dem entscheidenden Spiel war klar: Der SC Brühl musste gewinnen und gleichzeitig auf einen Punktverlust von Chur 97 hoffen, um den Titel der Youth League A zu holen.

Mit diesem „Alles oder Nichts“-Ansatz gingen die Kronen schnörkellos, zielstrebig und vor allem effizient in die Partie. Bereits nach drei Minuten erzielte Topscorer Mohd Razai nach einem sehenswerten Zuspiel von Kilian Petuck die frühe 1:0-Führung. Nach diesem Traumstart hätten die Brühler ihre Führung ausbauen können, doch Kokob Kelati, Maxim Good und Veron Svarqa scheiterten entweder am Pfosten oder am Gossauer Torhüter Kebron Fanus. Fanus zeigte an diesem Sonntagnachmittag eine herausragende Leistung, ebenso wie Christoph Gschwend im Tor des SC Brühl. Gschwend parierte zweimal spektakulär und hielt so die knappe Führung bis zur Pause fest.

Nach der Halbzeit kamen die Gossauer besser aus der Kabine und versuchten, dem SC Brühl im Titelrennen ein Bein zu stellen. Dies gelang ihnen zunächst gut, denn nach einem Eckball erzielten sie den 1:1-Ausgleich. Nun war der SC Brühl gefordert, da ein Unentschieden nicht ausreichen würde, um den Meistertitel zu gewinnen. Der Ausgleich rüttelte die Brühler wieder wach. Kokob Kelati netzte per Kopf nach einer präzisen Flanke von Petuck zur erneuten Führung ein. In der Schlussphase vergaben die Brühler zahlreiche Topchancen, doch schliesslich sorgte Abdiqani Mohamed Abdilahi Awed nach einer feinen Flanke von Luca Hermann für den vielumjubelten 3:1-Endstand. Um 16.00 Uhr brachen im PGS alle Dämme. Der SC Brühl sicherte sich dank des 3:1-Heimsiegs gegen den FC Gossau und dem gleichzeitigen Punktverlust von Chur 97 gegen den FC Teufen den Titel der Youth League A.

Nach Jahren des Wartens wanderte dieser begehrte Titel endlich wieder in die Hände des SC Brühl, und die gesamte Mannschaft feierte diesen verdienten Erfolg ausgelassen.

Doch die Saison ist für die A-Junioren des SC Brühl noch nicht vorbei. Am kommenden Sonntag treffen sie auswärts auf den FC Mendrisio, den Sieger der Tessinergruppe, im Viertelfinale der Schweizermeisterschaft.

Eric Hug