Eine weite Reise zum Aufsteiger nach Genf

Willi Pizzi

Nach dem Absteiger folgt der Aufsteiger: Am Mittwoch noch spielte der SC Brühl zuhause gegen den Absteiger Rapperswil-Jona, nun geht die Reise am Samstag nach Genf zum Aufsteiger Etoile Carouge. Brühls Trainer Heris Stefanachi hielt nach dem 2:2 gegen Rapperswil fest: «Mit diesem Unentschieden bin ich glücklich – aber nur, wenn es am Samstag gegen Etoile Carouge drei Punkte gibt.»

Sicher stehen die Sterne zur Zeit für Brühl eher günstiger. Die Mannschaft ist mit acht Punkten aus vier Spielen vergleichsweise stark in die Saison gestiegen. Es gab zwei Siege auswärts und zwei Unentschieden zuhause. Vor allem zeigten sich die Brühler aber stets kämpferisch und gaben nie auf, etwa als sie im Paul-Grüninger-Stadion in beiden Spielen je zweimal einem Rückstand hinterherrennen mussten. Der Ausgleichstreffer gegen Rapperswil fiel im letzten Angriff.
Weniger erfolgreich ist Etoile Carouge gestartet. Der Aufsteiger holte erst zwei Punkte aus den ersten vier Partien. Dabei ist der Club aus dem Genfer Nobel-Vorort Carouge durchaus eine Grösse im Schweizer Fussball und ein Club mit Geschichte. Er spielte zwölf Saisons in der obersten Schweizer Liga, letztmals 1998. Vor acht Jahren stiegen die Genfer in die Challenge League auf und auch gleich wieder ab – exakt wie der SC Brühl.

Die Spieler des SCB werden nach dem starken Einstieg in die Saison mit viel Motivation nach Genf reisen. Etwas dämpfen mag die Tatsache, dass einige von ihnen mit schweren Beinen vom Mittwochspiel anreisen; dämpfen mag auch die Tatsache, dass die Reise nach Genf rund fünf Stunden dauert. Für Spieler, die unter der Woche noch einer Arbeit nachgehen oder in die Schule – und das sind die meisten beim SCB – ist dieser Aspekt nicht zu unterschätzen.

Gross der Jubel, als die Kronen am Mittwoch in der 94. Minute den Ausgleichstreffer gegen Rapperswil schossen.