Brühl kann noch siegen – sogar in Köniz

Alban Berisha

Mit einem feinen 3:0 Auswärtssieg gegen den Tabellennachbarn Köniz beendeten die Brühl eine sieglose Serie von sieben Auswärtspartien in Köniz und rücken wieder auf den guten vierten Tabellenplatz vor.
Die bis anhin defensiv anfälligen Teams von Köniz und Brühl neutralisierten sich in der Startphase mehrheitlich im Mittelfeld. Hüben wie drüben gab es wenige klare Torchancen; am nächsten waren die Brühler in der 30. Minute dem Führungstreffer, als Darko Anic aus dreissig Metern mit einem satten Schuss nur den Innenpfosten traf. Ansonsten ereignete sich wenig Aufregendes.
Ganz anders entwickelte sich die zweite Halbzeit. Vor allem in der Offensive wirkten die Brühler plötzlich wie verwandelt, viel gefährlicher und auch entschlossener. Innert 15 Minuten erzielten die Kronen aus sechs klaren Torchancen durch Nico Abegglen und zweimal Darko Anic das beruhigende 0:3. Und ein weiteres Offsidetor fand zudem zurecht keine Anerkennung. Die Berner wurden von den schnellen Kontern sichtlich überrascht und schienen etwas ratlos. Wichtig war auch , dass die bis anhin defensiv nicht immer überzeugenden Kronen das Spiel bis zum Spielende zu Null halten konnten; vor allem wenn man bedenkt, dass der eigene Junior im Tor: Alban Berisha seine erste volle Meisterschaftspartie von Spielbeginn an absolvierte.  Erstaunlicherweise holten die Brühler in den bisherigen Auswärtspartien bereits 15 Punkte, während sie zu Hause nur 8 Punkte sammelten. Damit konnten die Brühler für die drei letzten Partien vor der Winterpause noch rechtzeitig Selbstvertrauen schöpfen. Und in den zwei folgenden Heimspielen gegen Black Stars und Zürich II lässt sich auch die Heimbilanz noch deutlich verbessern. Henri Seitter

Telegramm: Sportplatz Liebefeld – 260 Zuschauer – SR. R. Hürlimann
Tore: 51. Abegglen 0:1; 65. Anic 0:2,67. Anic 0:3
Köniz: Neuenschwander; Stauffiger, Harambasic, Sablatnig, Carrasco (74.Rizzo); Naili, Gerber (61. Budakova), Mejdi, Melo ( 68. Andrejevic), Arfaoui (61. Lokaj), Kasai.
SC Brühl: Berisha; Kucani, Izmirlioglu, Atila, Gebert; Franin (90. Vanin), Lovakovic (68. Holenstein), Abegglen (79. Shala); Sutter (46. Titaro), Anic, Pizzi.
Bemerkungen: Brühl ohne Salija, Lazraj, Degen, Riedle (alle verletzt) Huber (Schule) Schällibaum (krank). Köniz ohne Wildhaber (krank), Harambasic, Dalipi, Trachsel, Wyss (alle verletzt); Sadiki (Militär)
Verwarnungen: 24. Carrasco (Foul); 58. Sablatnig (Foul); 90 Lokaj (Foul)

 

Die Meinung des Trainers:
Wir wollten in der ersten Halbzeit stabil verteidigen (mit zwei Sechsern) und im Spiel bleiben nach den drei  schmerzlichen Niederlagen. In der zweiten Halbzeit schalteten wir schneller von Defensive auf Offensive. Köniz Verteidigung kam dadurch unter Druck. Und auch nach dem Führungstor zogen wir uns nicht zurück sondern bauten unsere Führung kontinuierlich aus. Dieser Sieg ist gut und wichtig fürs Selbstvertrauen.