23. November 2025

Jean-Paul N’Djoli – der Torgarant des SC Brühl

Er kam im Sommer zum SC Brühl, und er fiel vom eresten Spiel an auf: «Wer ist der Neue mit der Nummer 27?», hiess es bald im PGS. Es ist Jean-Paul N’Djoli, 25 Jahre alt, ursprünglich aus Paris und heute heimisch im Osten der Stadt. Mit zwölf Toren ist er der Torjäger des SCB. Henri Seitter stellt ihn vor.

Der 25 jährige Jean-Paul N’Djoli wurde vor 25 Jahren in Paris geboren. Er besitzt einen französischen und einen kongolesischen Pass. Seine Eltern stammen aus dem Kongo, leben aber seit mehr als 25 Jahre in Paris. Mit zehn Jahren zügelte Jean-Paul nach Evreux in die Normandie in eine Fussballschule, wo unter anderem auch Dembele als Fussballer ausgebildet wurde.  In Evreux wurde er von einem spanischen Fussballverein entdeckt und engagiert. Mehrmals wechselte er den Verein, doch richtig glücklich wurde er nirgends und zuletzt erhielt er zuweilen auch das Gehalt nicht mehr.

So vermittelte ihn sein Fussballberater in die Schweiz nach Baden. Doch Baden war nach dem Abstieg aus der Challenge League in finanziellen Nöten. So fand Jean-Paul beim FC Langenthal Unterschlupf. Sein Fussballberater wusste Ende letzter Saison, dass der SC Brühl nach dem Abgang von Campos zu Vaduz einen Stürmer suchte. Trainer Denis Sonderegger bekam ein Video von ihm und bekundete Interesse für den schnellen und kräftigen Stürmer. So kam es zu Probetrainings in St. Gallen. Im Freundschaftsspiel gegen den FC St. Gallen brillierte Jean- Paul beim 4:4. Aus dem Probetraining wurde schliesslich ein einjähriger Vertrag. Und nach der Vorrunde hat er bereits zwölf Tore erzielt und steht in der Torschützenliste der Liga an zweiter Stelle.

Jean-Paul wohnt heute in Fussdistanz zum Paul-Grüninger-Stadion und schwärmt in allen Tönen von der familiären Athmosphäre beim SC Brühl. Mit seinen Mitspielern verständigt er sich meist auf englisch. Doch der sprachgewandte Jean- Paul möchte nebst französisch, englisch und spanisch auch die deutsche Sprache erlernen. Seit kurzer Zeit hat er auch eine 50 % Arbeitsstelle angetreten. Weil er sich hier in St. Gallen wohl fühlt, befindet er sich in St. Gallen in der besten Form seiner Karriere. Von seinen drei Brüdern und einer Schwester spielte ein Bruder Basketball. Seine Geschwister haben ihn beim Spiel Vevey – Brühl in der Schweiz besucht.

Schnee, wie in dieser Woche hat er schon Jahre lang nicht mehr gesehen. Während der Winterpause besucht er seine Eltern in Paris und verbringt auch die Ferien mit ihnen.

Denis Sonderegger ist sehr zufrieden mit seinem Mittelstürmer. Zu seinen Stärken gehören das Kopfballspiel und die Grundschnelligkeit. Auch zeigt er viel Spielverständnis und spielt äusserst mannschaftsdienlich. Sein persönliches Ziel: Er möchte Torschützenkönig der Promotion League werden und mit dem SC Brühl weiterhin auf der Erfolgswelle reiten.Wenn er in der Rückrunde so erfolgreich spielt, müssen sich die Kronen wohl frühzeitig um eine Vertragsverlängerung bemühen. Treffsichere Schützen sind in der Schweiz überall gefragt.
Henri Seitter