3. Juni 2025

SCB 2: An der Leistung hat es nicht gelegen

FC Rüthi – SC Brühl 2:  4:3 (2:1) – Der SCB liefert eine ansprechende Leistung ab, scheitert aber an den eigenen Fehlern.

 

Bei sommerlichen Temperaturen tritt der SCB beim Tabellenleader an, mit dem Ziel, dem Aufstiegsfavoriten das Leben schwer zu machen. Der langen Verletztenliste gesellten sich bei dieser Gelegenheit Maico Knaus, Gabriele Razzetti und Elia Gächter hinzu, weshalb mit Nikola Djuric und Ali Basic zusätzlich zwei Spieler aus der dritten Mannschaft aufgeboten werden mussten.

Das Spiel gestaltete sich von Beginn weg offen, indem trotz der Hitze beide Teams offensiv auftraten und das Spieltempo hochhielten. Wie schon im Hinspiel, verstanden es die Hausherren, auf Fehler des SCB zu lauern und eiskalt zuzuschlagen, was in der 4. und 16. Minute zu deren Doppelführung führte. Der SCB schien keineswegs geschockt und spielte unbeirrt nach vorne. In der 20. Minute kam Joel Ammann zu einem Kopfball aus guter Position, der Ball flog jedoch am Tor von Joris Hallauer vorbei. Drei Minuten später setzte sich Dylan Fatzer in Szene, sein Schuss nach einem schönen Lauf auf dem rechten Flügel überflog die Querlatte des Heimteams. Auch Leon Kleine hatte zwei Minuten später wenig Glück, als sein Schuss aus 25. Metern das gegnerische Gehäuse nicht zu treffen vermochte. Und der FC Rüthi? Die Platzherren standen in der Defensive diszipliniert, mit zwei kompakt stehenden Ketten und lancierten bei Ballgewinn schnelle Angriffe über ihre schnellen Flügelspieler, brauchten jedoch von Zeit zu Zeit eine Portion Glück, um ihr Tor reinzuhalten.  In der 28. Minute hatte der SCB eine grosse Chance, als nach einer Flanke von rechts Hamid Rezai den Ball per Kopf schön vors Tor servierte, seine Mitspieler jedoch um einen Hauch zu spät kamen. Der SCB kontrollierte das Spielgeschehen weiter und in der 30. Minute kam nach einer schönen Aktion über mehrere Stationen Mirko Milic zum Abschluss, der Ball konnte jedoch auf der Torlinie abgewehrt werden. In der 36. Minute war der längst fällige Anschlusstreffer Tatsache, als nach einem Eckball von rechts Jose Higueros seinen wuchtigen Kopfball unhaltbar ins Tor versenkte. In der 40. Minute war Mirko Milic an der Reihe, sein platzierter Schuss aus 16 Metern fand jedoch Joris Hallauer auf seinem Weg, der den Ball zur Ecke abwehren konnte. Zwei Minuten später hatte der SCB Glück, als nach einem schönen Angriff der Platzherren der Ball den Aussenpfosten streifte. In der 44. Minute konnte Jose Higueros allein aufs Tor des FC Rüthi ziehen, als er vom Schiedsrichter wegen einer unwahrscheinlichen Offsideposition zurückgepfiffen wurde und in der 45. Minuten bedurfte es der guten Reflexe von Christoph Gschwend, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Eine gute erste Hälfte auf Seiten des SCB, welcher jedoch mehrere Chancen nicht verwerten konnte.

Die zweite Hälfte begann mit einem schönen Angriff des SCB, auch hier konnte jedoch Joris Hallauer den Ball zur Ecke lenken. Beim darauffolgenden Eckball flog der Kopfball von Leon Kleine über die Querlatte. In der 50. Minute setze sich Mirko Milic wiederum in Szene, als sein Schlenzer aus 20 Metern unhaltbar und knapp am Tor des FC Rüthi vorbeiflog. In der 56. Minute setzte Mirko Milic mit einem feinen Zuspiel in die Tiefe Joel Ammann ein, dieser verfehlte jedoch das Tor aus guter Position. Am Spielgeschehen änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts, indem der SCB mehr Ballbesitz und Abschlüsse verzeichnete und der FC Rüthi bei jeder Gelegenheit schnell und zielgerichtet umschaltete. Bei solch einem schnellen Konter verfehlten die Hausherren das dritte Tor nur knapp, eine Minute später war jedoch wieder der SCB an de Reihe, als Mirko Milic allein vor dem gegnerischen Tor einen gut reagierenden Joris Hallauer auf seinem Weg fand. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung kam es eine Minute später zu einem Eckball zugunsten des FC Rüthi, bei dem ein Brühler Abwehrspieler den Ball unglücklich ins eigene Tor lenkte. Eine Minute später kam auf der anderen Seite wiederum Mirko Milic zu einem guten Schuss aus 18 Metern, der aber wiederum Joris Hallauer auf seinem Weg fand, der den Ball zur Ecke lenken konnte. Nur eine Minute später kam nach einem schönen Angriff von rechts der inzwischen eingewechselte Kenan Prasovic zu einem Schuss aus 16. Metern, gegen den dieses Mal Joris Hallauer nichts konnte. Der FC Rüthi reagierte prompt, als eine Minute später ein scharfer Schuss nur knapp das Gehäuse von Christoph Gschwend verfehlte. In der 82. Minute führte ein Konter der Hausherren zum vierten Treffer, als der SCB alles nach vorne warf. In der Nachspielzeit, schliesslich, zeigte Jose Higueros seine Kopfballstärke, als er bei einem Eckball am höchsten Stieg und den Ball unhaltbar ins Tor versenkte.

Ein guter Auftritt der Kronen, die an ihrer mangelnden Chancenauswertung scheiterten und die Hausherren sich darauf konzentrierten, aus einer kompakten Abwehr zuzuschlagen. Dem SCB muss für die kämpferische Leistung ein Kompliment gemacht werden. Die Mannschaft hat immer einen klaren Kopf behalten und ist nicht sinnlos durch die Wand gerannt – auch als der Ball nicht im Netz landen wollte. Ein Tadel kann jedoch dem Team nicht erspart werden: fünf gelbe Karten sind schlicht nicht akzeptabel, denn in den meisten Fällen handelte es sich nicht um zwingende Situationen. Diesbezüglich bleibt noch viel zu tun.

Am kommenden Samstag, den 7. Juli 2025 kommt es zur letzten Auswärtsbegegnung der Saison in Montlingen, wo um 17.00 Uhr Anpfiff ist.

 

Stimmen aus dem Spiel, heute mit Marco De Grassi:

Wir haben gegen einen gut organisierten Gegner ein gutes Spiel geliefert, obwohl wir wichtige Absenzen verzeichnet haben. Unseren Spielern darf die gute Motivation und die grosse Laufarbeit zugesprochen werden. Leider waren wir an diesem Nachmittag defensiv anfällig und das macht es schwierig, einen Gegner zu schlagen, der vier Tore schiesst. Punkto Spielanteile und Torabschlüsse waren wir überlegen, während der FC Rüthi die grössere Cleverness in die Waagschale werfen konnte. Alles in allem ist der Sieg des FC Rüthi nicht unverdient.

Mauro Palazzesi