2. Juni 2026
SCB 2 lässt Punkte liegen
FC Appenzell – SC Brühl 2 0:0
Der FC Appenzell hatte mit den Kronen eine Rechnung aus dem Vorjahr offen, als am letzten Spieltag der Saison 2024-2025 nach einem Dreitore Vorsprung ein 3:5 resultierte, was den Traum vom Aufstieg platzen liess. Der SCB startete gut ins Spiel und so tauchte nach bloss 30 Sekunden Dylan Fatzer nach schönem Solo vor dem gegnerischen Torhüter auf, scheiterte jedoch an demselben, der sich mit einer Fussabwehr retten konnte. In der 4. Minute wurde Luan Veselji im Strafraum lanciert, auch er scheiterte aber am gegnerischen Torhüter. In der 11. Minute war Maxim Good mit dem Scheitern an der Reihe, als er über die Achse Dylan Fatzer – Luan Veselji schön eingesetzt wurde. Die Platzherren waren rein defensiv eingestellt – derart, dass bei Ballbesitz der Kronen alle 11 Spieler in der eigenen Platzhälfte standen, um sich bei Ballgewinn mit schnellem Umschalten zu versuchen. In der 16. Minute kam Luan Veselji nach einem Eckball zum Schuss aus 16 Metern, der Ball überflog jedoch die Querlatte klar. Danach passierte nicht mehr viel bis zur 32. Minute, als Mirko Milic Luan Veselji lancierte, der knapp am gegnerischen Torhüter scheiterte. Eine Minute später setzte Mirko Milc zu einem Schuss aus 14 Metern an, dem wuchtigen Schuss stand aber die Querlatte im Weg. Eine Minute später kam Kristian Debeljak zu einem Schuss aus 14 Metern, der Torhüter konnte jedoch den Ball im Nachfassen entschärfen. In der 43. Minute setzte sich Luan Veselji gut durch, sein Abschluss aus 7 Metern war aber weniger erfolgreich. In der 45. Minute setzte Dylan Fatzer Marius Linke ein, der einen scharfen Ball in den Fünfer spielte, aber keinen Abnehmer fand. Die erste Hälfte war eine einseitige Angelegenheit zugunsten der Kronen gewesen, bei denen viel kreiert, jedoch zu wenig daraus gemacht wurde.
Die zweite Hälfte begann so wie die erste geendet hatte, indem der SCB das Zepter in die Hand nahm und der Gastgeber sein Glück vor allem in schnellen Gegenstössen suchte. In der 49. Minute versuchte sich wieder Mirko Milic aus 18 Metern, auch in diesem Fall stand ihm aber der einheimische Torhüter im Weg. In der 51. Minute tauchten die Gastgeber plötzlich vor dem Brühler Tor auf, wo Christoph Gschwend Dank eines guten Reflexes einen Rückstand verhindern konnte, der aber zu viel des Guten gewesen wäre. In der 55. Minute flankte Mhatheenan Kanapathipillai in den Fünfer, wo wiederum niemand den guten Ball verwerten konnte. Im Gegenstoss kamen die Hausherren zu ihrer Zweites Chance des Spiels, um aber auch sie an ihrer Ungenauigkeit zu scheitern. In der 59. Minute hatte Luan Veselji seine nächste gute Chance, der Torhüter konnte jedoch den Ball zur Ecke lenken. In der 62. Minute kam der Ball nach einem schnellen Gegenstoss zu Maico Knaus, sein Schuss aus interessanter Position war aber auch in seinem Fall zu ungenau. In der 66.Minute flankte Maico Knaus in den Strafraum, wo Luan Veselji den gegnerischen Torhüter auf seinem Weg fand. Eine Minute später führte eine schöne Aktion der Kronen zum Torerfolg, der sonst aufmerksame Schiedsrichter entschied aber auf Offside, was vermutlich ein Fehlentscheid war. In der 76. Minute kam nach einem Einwurf Javier Halter zu einem Volleyschuss, der Ball überflog jedoch die Querlatte. In der 79. Minute sowie in der 85.Minute verpassten gleich zwei Brühler Stürmer eine Hereingabe von Gabriele Razzetti vor dem Tor. In der Nachspielzeit wären die Kronen beinahe für ihre Nonchalance bei der Chancenauswertung bestraft worden, Christoph Gschwend sagte jedoch den Einheimischen ein klares Nein.
Der SCB hat eine engagierte Leistung gezeigt und genügend Chancen kreiert, um die drei Punkte nach Hause zu bringen, hat jedoch an der mangelnden Abgeklärtheit im Abschluss gesündigt. Der SCB war den Hausherren bei gefühlten 65% Ballbesitz spielerisch klar überlegen, hat aber eben zu wenig daraus gemacht. Allerdings muss festgehalten werden, dass es nicht einfach war, solch eine massierte Abwehr zu knacken.
Zwei Spiele vor Schluss dürfte der Abstand von vier Punkten nun zu gross sein, um sich Hoffnungen auf den Aufstieg zu machen, nichtsdestotrotz muss man der Mannschaft ein Kompliment dafür machen, dass sie seit achtzehn Spielen ungeschlagen ist. Zudem ist die Entwicklung in spielerischer sowie mentaler Entwicklung nicht zu übersehen, da das Team überall und unbeachtet des Gegners stets das Spiel macht, nach vorne spielt, aber gleichzeitig die daraus entstehenden Risiken mit Mass dosiert. Ein Kompliment an das Trainerteam!
Am Sonntag, den 7. Juni 2026 geht es nach Rorschach, wo um 11.00 Uhr Anpfiff ist.
Stimmen nach dem Spiel, heute mit:
Mentor Krasniqi
Die Enttäuschung ist gross. Wir haben uns viel vorgenommen, leider aber zu wenig aus dem grossen Spielvolumen gemacht. Wir hatten genug Chancen, um bereits im ersten Durchgang die Partie vorzuentscheiden. Die Jungs haben ein gutes Spiel geliefert und viel richtig gemacht. Es gibt halt Spiele, wo du Vieles richtig machst, der Ball aber nicht den Weg ins Tor finden will. Diesmal ist von der Bank nicht der erhoffte Umschwung gekommen, den wir gewöhnt sind. Wir wollen die zwei letzten Saisonspiele erfolgreich gestalten und werden erst am Schluss abrechnen.
Mauro Palazzesi