SCB 2: solider Auftritt

SC Brühl 2 – FC Mels 3:0 (2:0)

Nach der guten und unglücklichen Leistung der Vorwoche, in der keine Punkte heimgefahren werden konnten, war ein Ausrufezeichen gefragt, wollte man im Abstiegskampf noch ein Wörtchen mitreden. Weitere Fehltritte waren nicht erlaubt. Für den Gast ging es in erster Linie darum, einen guten Auftritt abzugeben. Das Wetter spielte mit, indem der erwartete Regen auf sich warten liess und der Rasen war den Umständen entsprechend gut bespielbar.

Beide Teams starteten zunächst zurückhaltend in die Begegnung. Der SCB versuchte, den Ball zu halten, um den Gegner laufen zu lassen und im richtigen Moment die Stürmer zu lancieren. Die Kronen versuchten dabei, den Gast nicht ungestört kombinieren zu lassen und pressten je nach Spielsituation hoch, um diesen zu Fehlern zu verleiten – was bereits nach 8 Minuten zum Erfolg führte, als Nico Schilcher einen Ball eroberte, mit Dujen Jukic kombinierte, um schliesslich selbst zur 1:0 Führung abzuschliessen. Ein Start nach Mass, der die Marschrichtung vorgeben sollte. Danach kontrollierte der Gastgeber die Partie, während der FCM vorerst Mühe hatte, sein Spiel nach Wunsch aufzuziehen. In der Folge ereignete sich wenig und man musste bis zur 23. Minute warten, um den nächsten Höhepunkt zu sehen: diesmal waren es die Gäste, die mit einer schönen Aktion auftraten und diese mit einem schönen Schuss abschlossen, bei dem Arif Celebi den Ball glänzend zur Ecke abwehrte. Nun waren die Gäste aktiver und beschäftigten die Abwehr des Gastgebers, ohne jedoch weitere Torchancen zu kreieren. In der 27. Minute eroberte Nico Schilcher einen Ball in der gegnerischen Hälfte, eilte auf das Tor zu und übersah dabei, dass Dujen Jukic bestens postiert war: sein Schuss wurde vom stark reagierenden Naveen Jäger zur Ecke abgewehrt. In der 36. Minute ging bei einem Zweikampf im Strafraum des FCM Dujen Jukic zu Boden, der Schiedsrichter entschied sich jedoch fürs Weiterspielen. Eine Grenzsituation, bei der in beide Richtungen hätte gepfiffen werden können. Der FCM konterte immer wieder gefährlich, die Abwehr der Kronen stand jedoch an diesem Tag sicher und liess wenig bis nichts zu. In der 39. Minute ereignete sich im Strafraum der Gäste die nächste Grenzsituation und dieses Mal entschied der wenige Meter davon postierte Schiedsrichter auf Strafstoss. Dabei musste der gefoulte Dzenan Talic das Spielfeld verletzt verlassen. Nathan Ramos übernahm die Verantwortung und liess Naveen Jäger im Tor des FCM keine Chance. Die Doppelführung war zu diesem Zeitpunkt verdient. Danach schickte der Schiedsrichter die Mannschaften in die Pause.

Der FCM tätigte in der Pause gleich drei Wechsel und signalisierte klar, dass eine heftige Reaktion gefragt war. In der 54. Minute kombinierte sich der SCB schön durch die Reihen des Gegners und die Aktion wurde durch Maico Knaus abgeschlossen, dessen Schuss aus 18 Metern die Querlatte überflog. In der 57. Minute wurde Arif Celebi beschäftigt, der eine gefährliche Hereingabe vors Tor mit Bravour entschärfen konnte. Eine Minute später trat Nico Schilcher in Erscheinung, sein Schuss aus 17 Metern wurde jedoch sicher von Naveen Jäger gehalten. Der FCM riskierte mehr, wodurch sich für die Kronen immer wieder interessante Kontermöglichkeiten eröffneten, bei denen zum Leidwesen der Brühler Bank der letzte, entscheidende Pass nicht gelingen wollte. In der 74. Minute beschäftigte Nico Schilcher wieder die Abwehr der Gäste, indem er einen schönen Ball in die Tiefe spielte, bei dem der inzwischen eingewechselte Kyell Clement schneller als Naveen Jäger war, der die Schnelligkeit des jungen Brühler Stürmers unterschätze und diesen im Abwehrversuch zu Boden beorderte. Klarer Elfer, bei dem Nathan Ramos wiederum die Verantwortung übernahm und sich die Chance zum 3:0 nicht entgehen liess. In der 84. Minute kamen die Gäste zu einer letzten Chance, der angespielte Stürmer verfehlte jedoch die schöne Hereingabe. Danach war Schluss – rechtzeitig vor dem angekündigten Regen.

Der Sieg der Kronen geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Die gute Leistung basierte an diesem Tag auf einer soliden Defensive, bei der die drei Abwehrspieler die gegnerischen Stürmer gut im Griff hatten, die Flügelspieler viel Laufarbeit geleistet und keine Räume auf den Aussenbahnen zugestanden haben. In der Offensive wurde ebenfalls viel gearbeitet und taktisch klug agiert, indem je nach Situation gepresst wurde oder man sich zurückzog, mit dem Ziel, im richtigen Moment zuzuschlagen. Es überrascht nicht, dass diverse Chancen nach Gegnerfehlern erarbeitet wurden, was in der Tennissprache mit «Forced Errors» bezeichnet wird. Auch die Wechsel haben zu keinem Niveauabfall geführt, was für die gute Einstellung des Teams spricht.

Zu erwähnen bleibt die gute Leistung des Schiedsrichtertrios, was auch dem Umstand zuzuschreiben ist, dass beide Teams vorbildlich fair aufgetreten sind.

Am kommenden Sonntag kommt es beim letzten Saisonspiel zum Shut-down gegen den FC Valposchiavo, der in der Tabelle zwei Punkte hinter dem SCB liegt. Anstoss ist am 16. April 2024 im fernen Poschiavo um 16.00 Uhr.

Stimmen aus dem Spiel, heute mit Mentor Krasniqi

Wir haben trotz der unglücklichen Niederlage gegen den FC Rorschach-Goldach gut trainiert und konnten die gute Stimmung ins Spiel mitnehmen. Wir kennen unsere Stärken, weshalb nie der Zweifel aufgekommen ist, dass wir unsere Karten gut einsetzen würden. Wir wussten auch, dass uns der FC Mels nichts schenken würde und sind entsprechend in die Begegnung gestiegen. Die frühe Führung ist uns dabei entgegengekommen und wir konnten danach unser Spiel mit der notwendigen Ruhe und Sicherheit aufziehen. Wir hatten das Spiel zu jeder Zeit gut im Griff, sind aber nicht immer konsequent genug im letzten Drittel gewesen. Ich darf aber alles in allem mit der Leistung zufrieden sein, die Jungs haben nie aufgegeben. Nun gilt es, sich zu erholen und auf das kommende, entscheidende zweite (End-) Spiel vorzubereiten. Alles ist möglich, wir konnten aber heute das notwendige Selbstvertrauen holen. Die taktische Ausrichtung für das letzte Spiel wird mit Sicherheit Thema sein, entscheidend wird aber in jedem Fall die Einstellung aller Beteiligten sein. Ich bin optimistisch.