22. August 2026
Torloses Remis beim FC Bavois
Es gibt Spiele, die man nach dem Abpfiff sofort einordnen kann, und es gibt solche, bei denen man erst im Car auf der Rückfahrt merkt, dass man eigentlich zufrieden sein darf. Der SC Brühl trennt sich beim FC Bavois 0:0 – nach neunzig Minuten, in denen beide Mannschaften genügend Gelegenheiten hatten, das anders zu gestalten.
Erste Halbzeit: Chancen hüben wie drüben
Wir eröffneten den Chancenreigen in der 16. Minute, als Sanijel Kucani zum Abschluss kam und der Bavois-Torhüter zur Stelle war. Vier Minuten später die Antwort: Jesse Hautier prüfte erstmals unser Gehäuse, doch auch Calvin Heim war aufmerksam.
In der 23. Minute wurde es unangenehm. Kucani flankte von rechts, sein Gegenspieler störte mit der Hand – dem Schiedsrichter entging die Szene. Es blieb beim 0:0. Man kann darüber diskutieren. Man kann es auch lassen, weil es nichts ändert.
Die Gastgeber blieben gefährlich. In der 30. Minute zog erneut Hautier alleine aufs Tor zu, verzog aber deutlich. Kurz vor der Pause segelte ein weiterer Versuch der Waadtländer knapp am Pfosten vorbei. Torlos in die Kabine, mit dem Gefühl, dass an diesem Nachmittag noch einiges passieren würde.
Zweite Halbzeit: der Fussballgott bleibt neutral
Es passierte auch – nur eben nichts Zählbares. In der 50. Minute jubelten die Hausherren über den Führungstreffer, doch der Unparteiische entschied auf Abseits. Glück für uns, und ein Ausgleich für die Szene aus der ersten Halbzeit. So gesehen hat der Nachmittag seine eigene Gerechtigkeit gefunden.
In der 69. Minute hatte Sanijel Kucani die nächste gute Möglichkeit, verzog aber knapp.
Gleich danach zog David Mistrafovic von der Strafraumgrenze ab, der Torhüter klärte erneut gut. Wir versuchten, den Druck zu erhöhen – doch auch Bavois erarbeitete sich weiterhin gute Gelegenheiten und scheiterte entweder am fehlenden Visier oder an Calvin Heim, der einen starken Nachmittag erwischte.
In der 84. Minute zog Fabio Lymann plötzlich alleine Richtung Tor. Es war die Szene, nach der man aufsteht. Das Brühler Tor wollte trotzdem nicht fallen.
Und weil ein solcher Nachmittag eine passende Schlussszene braucht: In der 90. Minute versuchte es Jan Wörnhard aus der Distanz, praktisch im Gegenzug zogen die Hausherren ab – und verzogen ebenso. Danach war Schluss.
Bilanz
Ein Punkt aus dem Waadtland, nach der weitesten Reise der bisherigen Saison, gegen einen Gegner, der zuhause unangenehm zu bespielen ist. Nach der Mittwochsniederlage gegen Biel ist das ein ordentliches Ergebnis – auch wenn nach 84 Minuten kurz mehr in der Luft lag.
Zwei Spiele ohne eigenes Tor sind allerdings zwei Spiele ohne eigenes Tor. Das darf man festhalten, ohne gleich in Grundsatzdiskussionen zu verfallen. Die Chancen waren da. Sie müssen wieder reingehen.
Weiter geht es am Samstag, 29. August, um 16:00 Uhr im Paul-Grüninger-Stadion gegen den FC Amical Saint-Prex.