16. Juni 2025

Zum Tod unseres Brühlers Patrik Kobler

In tiefer Betroffenheit muss der SC Brühl den Tod seines ehemaligen Trainers und Juniorenobmanns Patrik Kobler bekanntgeben. Patrik verstarb am Sonntag, 8. Juni, nach schwerer Krankheit im Walllis. Drei seiner engsten Freunde erinnern sich an ihn.

Patrik fand mit knapp 20 Jahren seinen Weg zum SC Brühl, indem er sich als Trainer bei den D-Junioren engagierte. Später übte er diverse Tätigkeiten im Verein aus, worunter die Funktion als Juniorenobmann. Als gebürtiger und waschechter Herisauer war er aktiv in diversen Dorfvereinen, so auch beim FC Herisau. Bis zu seinem Tod arbeitete Patrik während sieben Jahren als Regionaljournal-Redaktor Ostschweiz beim Schweizer Radio SRF. Davor war er während elf Jahren Redaktionsleiter bei der Appenzeller Zeitung.
Patrik hinterlässt drei Kinder und seine Ehefrau Maria, die ihm während der Krankheit nie von der Seite gewichen ist. Seine Freunde haben seinen feinen Humor und seine raffinierte Schlagfertigkeit besonders geschätzt. Wir haben ihn zudem als reflexive, ausgeglichene und offen kommunizierende Persönlichkeit gekannt, die sich in ihrem sozialen Umfeld in verschiedener Hinsicht engagiert hat. Eine weitere wichtige Eigenschaft von Patrik war seine Begeisterungsfähigkeit, die es ihm stets ermöglicht hat, Herausforderungen mit der notwendigen Hingabe und Freude anzugehen.


Trotz seiner Appenzeller Wurzeln hat sich Patrik ins Wallis verliebt, die Heimat seiner Lebensgefährtin Maria. Er hat sich gerne dorthin zurückgezogen, wenn sich die Gelegenheit bot – so auch in den letzten Monaten. Speziell hat er Wanderungen mit seiner Familie genossen und sich bietende Abenteuer mit den Kindern gesucht. In den letzten Jahren hat er zudem eine alte Liebe wiederentdeckt: die Malerei. Das bot ihm Gelegenheit, sich zurückzuziehen und neue Energie zu tanken. Eine weitere Leidenschaft von Patrik war das Lesen, in erster Linie von Biografien. Vor einigen Monaten hat er sich schliesslich den Traum erfüllt, Paris mit seiner Familie zu besuchen, was ihm in jenem schwierigen Moment zusätzliche Energie verliehen hat.


Patrik war eine Kämpfernatur, die nur so von Optimismus sprühte. Er hat in keinem Moment die Hoffnung auf Heilung verloren und den Kampf weitergeführt. Mit ihm geht ein guter Familienvater, ein guter Ehemann und ein guter Freund. Lieber Patrik, du wirst uns fehlen!

Mauro Palazzesi
Mauro Pedone
Nicola Pappa