Die SCB Schiedsrichter

Edi Neuschwander, ein Spätberufener. Erst mit Mitte 50 wurde er Brühler Schiedsrichter – und ist heute begeistert von seinem neuen Hobby.

Das sind unsere fünf  Brühler Schiedsrichter: Joachim Brombach, Danilo D’Armiento,  Elmir Asani, Alessio Auletta, Edi Neuschwander. Daneben gibt es bei Brühl sieben Spielleiter, die die Spiele der D-Junioren pfeifen dürfen.

Da wir im Moment nur fünf Schiedsrichter beim SCB haben, wären wir froh, wenn wir noch einen Kollegen oder eine Kollegin finden würden. Mit unseren zwölf Mannschaften, die an der Meisterschaft teilnehmen(von C-Junioren bis zu den Senioren), brauchen wir gesamthaft sechs Schiedsrichter – pro Schiri können zwei Teams angemeldet werden.
Wenn Sie Informationen zur Tätigkeit der Schiedsrichter und Spielleiter (D-Junioren) beim SCB wünschen, wenden Sie sich an den Leiter der Schiedsrichter, Alessio Auletta. Sie erreichen ihn unter 078 704 71 01 oder alessio_auletta@hotmail.com.

Starke Referees: Eine lange Tradition beim SC Brühl
Besonders in früheren Jahren galt der SCB sowohl quantitativ als auch qualitativ als Schiedsrichter-Hochburg im Schweizerischen Fussballverband. Immer wieder schafften es Brühler in die obersten Ligen. Namen wie Willi Werner, Werner Mettler, Leo Stäuble, Kurt Burkard und der leider allzu früh verstorbene Kurt Troy legten mit ihrem Einsatz im damals ausschliesslich schwarzen Dress grosse Ehre für den Verein ein.

Auch heute gibt es beim SCB ein starkes Team von Referees. Erfahrung paart sich ideal mit jugendlichem Ehrgeiz und Leistungswillen. Wer weiss, vielleicht gibt es beim Brühl ja in absehbarer Zukunft wieder einmal einen Schiedsrichter in der Super oder der Challenge League.

Zwei Brühler Referees – Walter Hungerbühler und Josef Gulde – gehörten während vieler Jahre zur Spitze im nationalen und internationalen Fussball. Sie verdienen auch an dieser Stelle eine besondere Würdigung:

Josef Gulde: Als Profi-Referee in Brasilien

Ende der 1920er Jahre trat Josef Gulde dem FC Brühl als C-Junior bei. 1935 streifte er sich als 20-Jähriger erstmals das Schiedsrichter-Trikot über. 1945 leitete er Spiele in der 1. Liga, ab 1951 in der Nationalliga A und ab 1955 wurde er als Referee auch von der FIFA und der UEFA aufgeboten. Die sportlichen Höhepunkte dieser Karriere sind zahlreich:

  • 1954: sechs Monate als Profi-Schiedsrichter in Brasilien (er leitete unter anderem ein Spiel im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro vor 167’000 Zuschauern).
  • 1958: Cupfinal Young Boys – Grasshoppers
  • 1955 bis 1964: zahlreiche Einsätze bei Länder- und Europacupspielen
  • 1964 bis 1983: Präsident der Schiedsrichter-Kommission beim SFV
  • Ehrenmitglied unter anderem beim SFV und (natürlich) beim SC Brühl

Josef Gulde besuchte auch im hohen Alter noch die Junioren-Trainingslager des SC Brühl in Bütschwil, um den Nachwuchs an seinen Erinnerungen und Erfahrungen teilhaben zu lassen. Am Weihnachtstag 1998 starb der legendäre Spitzen-Schiri im Alter von 83 Jahren.

Walter Hungerbühler: Spiele vor mehr als 100’000 Zuschauern

1955 begann Walter Hungerbühler seine Schiedsrichter-Laufbahn als 25-Jähriger. 1972 erhielt er die Qualifikation als FIFA- und UEFA-Referee. Seine «Lehrzeit» absolvierte er unter anderem bei Godi Dienst, der 1966 das legendäre WM-Finalspiel zwischen England und Deutschland leitete (jene Partie also mit dem bis heute unvergesslichen «Wembley-Tor»). Zu den Höhepunkten in der Karriere von Walter Hungerbühler:

  • 1972: Meisterschafts-Entscheidung FC Basel – FC Zürich vor 56’000 Zuschauern (!)
  • 1974: Erstes A-Länderspiel (Österreich – Ungarn in Wien)
  • 1975: Europacup-Halbfinal St. Etienne (FRA) – Bayern München. – WM-Final-Revanche: Deutschland – Holland in Frankfurt. – Europacup Real Madrid – Derby County (GB) vor 125’000 Zuschauern.
  • 1976: Drei Spiele am Jubiläum «200 Jahre USA» zwischen den USA und Italien, Brasilien und England.
  • 1977: WM Ausscheidungsspiele in Doha, Katar und in Australien (Australien – Hongkong)
  • 1978: Cupfinal Grasshoppers – Servette
  • Europacup Anderlecht – Porto
  • Intercontinental-Cup in Buenos Aires vor 80’000 Zuschauern.

Quelle: Buch «100 Jahre SC Brühl» von Kurt Agostini.